Listicle
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2026

7 Tipps für den Umgang mit Fachsprache

Störfaktor oder Glaubwürdigkeitsgarant? Warum Fachsprache in der Unternehmenskommunikation beides ist – und wie man das richtige Maß findet.

Störfaktor oder Glaubwürdigkeitsgarant? Warum Fachsprache in der Unternehmenskommunikation beides ist – und wie man das richtige Maß findet.

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7 Tipps für den Umgang mit Fachsprache

Störfaktor oder Glaubwürdigkeitsgarant? Warum Fachsprache in der Unternehmenskommunikation beides ist – und wie man das richtige Maß findet.

Störfaktor oder Glaubwürdigkeitsgarant? Warum Fachsprache in der Unternehmenskommunikation beides ist – und wie man das richtige Maß findet.

7 Tipps für den Umgang mit Fachsprache

Alle Kommunikator:innen kennen sie, viele fürchten sie: die Diskussionen mit Expert:innen um das richtige Wording. Wo braucht es spezifische Terminologie und wo stört sie? Und wie gelingt eigentlich gute Zusammenarbeit mit den entsprechenden Abteilungen? BZ gibt Tipps, wie man das richtige Maß findet, und aus den Spezialist:innen Verbündete werden.


1.     Mit Fachsprache Augenhöhe und Vertrauen schaffen
Sprache ist immer Werkzeug. Sie kann Zugehörigkeit schaffen oder ausgrenzen. Der angemessene Einsatz von Fachsprache signalisiert dem Publikum: Wir gehören zu euch, wir verstehen euch. Und nur, wer die gleiche Sprache spricht, kann sich auch auf Augenhöhe begegnen und wird als vertrauensvolle, glaubwürdige Quelle oder potenzieller Geschäftspartner ernst genommen. Dessen sollten sich Kommunikator:innen bewusst sein.
 
2.     Expert:in ist nicht gleich Expert:in
Die wichtigste Frage lautet: Für wen schreibe ich? Denn wie man mit Fachbegriffen umgehen sollte, richtet sich nach dem Wissensstand und Hintergrund der Zielgruppe. Wenn B2B heißt, dass Experten unter sich sind, oder interne Kommunikation sich an eine homogene Gruppe innerhalb eines Unternehmens richtet, ist Expert:in dennoch nicht gleich Expert:in. Man sollte zwischen verschiedenen Ebenen unterscheiden:

Als Grundregel gilt: Die Sprache immer an den Leser oder die Leserin mit dem geringsten Vorwissen anpassen. Das Mitarbeitermagazin einer Klinik geht zwar zum großen Teil an Pflege und ärztliches Personal, aber auch die Leser:innen aus der Verwaltung sollen die Inhalte verstehen.


3.     Den Menschen hinter den Expert:innen sehen

Auch Expert:innen sind nur Menschen. Das heißt, auch sie verfügen nur über eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne. Und nur, weil jemand einen komplexen Text in Fachchinesisch versteht, heißt das nicht, dass er ihn gerne liest. Deswegen gilt auch beim Schreiben für Expert:innen: So viel Fachsprache wie nötig, so wenig wie möglich. Der Text darf und sollte sogar zwischen Fachsprache und Alltagssprache abwechseln. Pro Satz nur maximal ein bis zwei Fachbegriffe nutzen, ansonsten Synonyme verwenden oder umschreiben.


4.     Veranschaulichen statt vereinfachen
Beim Texten für Fachfremde wird oft vom Vereinfachen gesprochen. Wenn Expert:innen das hören, schrecken sie oft zurück – aus Angst, dass es dann fachlich falsch wird. Diese Angst ist verständlich. Es hilft, von Veranschaulichen statt Vereinfachen zu sprechen. Also Bilder und Vergleiche zu suchen, die Sachverhalte und Zusammenhänge erklären, zum Beispiel Mitochondrien als Kraftwerke der Zellen. Solche Bilder sucht man am besten gemeinsam mit den Expert:innen – oder lässt sie zumindest gegenchecken. 


5.     Der Fachbereich ist dein Freund, aber du der oder die Anwalt:in der Zielgruppe
Bestimmter Content, zum Beispiel zu komplexen Produkten oder Forschungsthemen, braucht eine enge Zusammenarbeit mit Fachbereichen. Denn Kommunikator:innen sind meist nicht vom Fach. Im besten Fall handelt es sich dabei nicht einfach nur um einen Faktencheck am Ende, sondern der Fachbereich wird schon bei der Contentplanung einbezogen. Im ersten Schritt können die Fachexpert:innen wichtige Infos für Kommunikator:innen in Laiensprache übersetzen. Diese gießen das Ganze in anschauliche Formate und Geschichten. Am Ende folgt die Rückübersetzung in die Sprache der Zielgruppe und der fachliche Check. Der Fachbereich ist also bestenfalls ein Sparringpartner.

6.     Erst am Satzbau feilen
Dafür müssen die Rollen klar verteilt und von Beginn an im Gespräch geklärt werden: Der Fachbereich kümmert sich ums Fachliche, der Kommunikationsbereich ums Sprachliche und den Fokus. Wenn Fachexpert:innen reinredigieren und sich Texte dadurch sperrig lesen, hilft es oft, erstmal am Satzbau, statt am Wording zu arbeiten. Sätze entschachteln und kürzen (eine Info pro Satz!), Nominalstil rausnehmen, aktiv formulieren – damit ist meist schon viel gerettet, ohne dass man inhaltlich viel geändert hat.

7.     Laut vorlesen
Um Metaphern, Beispiele und anschauliche Formulierungen lohnt es sich aber zu kämpfen – mit dem Hinweis: Wir schreiben für Menschen, nicht für Expert:innen. Und fachlich-informativer Content muss nicht trocken und kompliziert sein, sondern darf auch Spaß machen. Wer sich selbst unsicher ist, ob der Text immer noch zu verschwurbelt ist, kann einen einfachen Selbsttest machen: Laut vorlesen. Sätze und Begriffe, über die man dabei stolpert, sollte man sich nochmal vornehmen.
 

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Geschrieben von Zimmermann Editorial

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