FACHBEITRAG
14
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04
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2026

Hört ihr auch das Ticken?

Kommunikation läuft heute im Turbomodus. Doch die Uhren in vielen Unternehmen ticken oft noch in einem anderen Rhythmus. Warum Unternehmenskommunikation ihr Verhältnis zu Zeit überdenken muss.

Kommunikation läuft heute im Turbomodus. Doch die Uhren in vielen Unternehmen ticken oft noch in einem anderen Rhythmus. Warum Unternehmenskommunikation ihr Verhältnis zu Zeit überdenken muss.   

FACHBEITRAG
14
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2026

Hört ihr auch das Ticken?

Kommunikation läuft heute im Turbomodus. Doch die Uhren in vielen Unternehmen ticken oft noch in einem anderen Rhythmus. Warum Unternehmenskommunikation ihr Verhältnis zu Zeit überdenken muss.

Kommunikation läuft heute im Turbomodus. Doch die Uhren in vielen Unternehmen ticken oft noch in einem anderen Rhythmus. Warum Unternehmenskommunikation ihr Verhältnis zu Zeit überdenken muss.   

Hört ihr auch das Ticken?

Zeit ist relativ. Während einem die Minute vor der Mikrowelle ewig erscheint, fliegt sie beim Tabu-Spielen förmlich vorbei. Bei immer mehr Kommunikator:innen aber dominiert inzwischen vor allem ein Gefühl in Bezug auf Zeit: Sie rennt uns davon. Digitale Medien haben die Kommunikation in den Turbomodus geschaltet. Eine Minute im Internet bedeuten über 500 Stunden neue YouTube-Videos, über 65.000 neue Instagram-Posts, über 20.000 LinkedIn-Besuche. Das Problem: Während sich draußen die Welt immer schneller dreht, ticken die Unternehmensuhren oft noch wie gestern.


Die Prozesse in vielen Kommunikationsabteilungen können längst nicht mehr mithalten, mit dem Tempo, das Medien und Öffentlichkeit vorgeben. Bei einem LinkedIn-Post kann man sich keine tagelangen Freigabeschleifen erlauben. Auf einen Shitstorm bei Instagram muss man innerhalb weniger Stunden, besser Minuten, reagieren. Für die Unternehmenskommunikation bedeutet das: Sie muss ein neues Verhältnis zu Zeit entwickeln. Reaktionsfähiger und agiler werden – ohne an Qualität einzubüßen. Das Wichtigste dabei: In anderen Abteilungen und auf Vorstandsebene Verständnis schaffen für den neuen Zeitdruck der Unternehmenskommunikation.


Wie kommt man wieder „vor die Welle“?
Durch wie viele Hände muss ein Text wirklich gehen? Bei welchem Content braucht es Strenge und Präzision im Wording und wo reicht eine vereinfachte Darstellung? Wie sorgt man dafür, dass wichtige strategische Themen in der Kommunikation nicht aus Zeitgründen hinten runterfallen, weil immer wieder Ad-hoc-Themen dazwischenkommen?


Bestehende Prozesse hinterfragen und individuell auf Kanäle anpassen, Zuständigkeiten klar benennen und Entscheidungsautorität einfordern, Freigabeschleifen und Kommunikationskaskaden radikal kürzen: All das spart Zeit. Und es kann helfen, endlich wieder mit dem Geschehen Schritt zu halten.
„Vor die Welle“ kommt man allerdings nur dann, wenn man sich aus dem Reaktionsmodus herausbewegt. Nur wer selbst Themen setzt und Diskurse beginnt, hält die Kontrolle über die Meinungsbildung in und um das Unternehmen.

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Geschrieben von Zimmermann Editorial

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Neue Erzähltechniken oder Trends im Editorial Design – in unserem Magazin beschäftigen wir uns mit Medien und Kommunikation.